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Naturkosmetik: Label, Siegel und Zertifizierungen


Infos zu Gesundheit & MedizinWeit über 1 Milliarde Euro geben wir Deutschen pro Jahr für Kosmetikartikel aus, d.h. Produkte der dekorativen Schönheitspflege wie Tages- und Feuchtigkeitscremes, Gesichts- und Augen-Make-Up usw. In den letzten Jahren erlebt besonders die "Bio-" bzw. die "Grüne-Kosmetik" einen ungeahnten Aufschwung. Naturkosmetikprodukte verzeichnen hohe Absatzzuwächse. Und auch, wenn nicht in der gesamten Kosmetikbranche daraufhin ein Umdenken eingesetzt hat, so sieht man doch, daß viele neue Kosmetikprodukte auch die gesündere Lebensweise und den Trend zur Nachhaltigkeit innerhalb Bevölkerung (Stichwort: LOHAS) widerspiegeln. Der Wunsch nach natürlicher Kosmetik mit pflanzlichen Wirkstoffen läßt immer mehr Menschen zu Phytokosmetik bzw. zu kontrollierter Naturkosmetik greifen. In Bio-Läden und vielen Drogeriemärkten ist die große Hersteller- und Sortimentsvielfalt an Naturkosmetikprodukten bereits offenkundig. Die Jahre des Experimentierens, als Naturkosmetik noch unangenehm gerochen hat und die Naturkosmetikbranche auch keine Unterschiede zwischen den Hauttypen berücksichtigte, sind vorbei.
Für viele Frauen hat Kosmetik heute nicht mehr automatisch etwas mit "Aufstylen" oder "Glamour" zu tun, sondern vielmehr mit Gesundheit und Körperpflege. Man will sich vor allem wohl und gepflegt fühlen und sich nicht mehr nach dem Motto "Wer schön sein will muss leiden!" aufhübschen. Kosmetikprodukte sollten von daher auch keine Hautprobleme verursachen und für Unbehagen sorgen, sondern vielmehr natürlich sein und auf Chemie verzichten. Durch schädliche Umwelteinflüsse wie trockene Luft oder extreme Kälte ist die Haut ohnehin genug belastet und viele Menschen reagieren darauf bereits mit Hautreizungen und Rötungen. Insofern werden mögliche Hautirritationen, Pickel und tränende Augen durch allergieauslösende Farbstoffe, Polyethylenglykole, kurz PEG und Schwermetall-Verunreinigungen (Blei, Cadmium, Quecksilber) in den letzten Jahren vom Verbraucher immer kritischer hinterfragt.
Für viele Konsumentinnen steht deshalb fest, daß die hautschonendste Kosmetik womöglich immer noch aus der Natur kommt. Aber ist es wirklich so, daß Naturkosmetik von vornherein immer auch verträglicher als konventionelle Kosmetik ist? Allgemein betrachtet, gelten die Produkte der Naturkosmetik, die ausschließlich auf Basis natürlicher Rohstoffe hergestellt werden, als schonender und besser verträglich für Mensch und Umwelt als die herkömmlichen Kosmetika. Trotzdem muß man an dieser Stelle etwas differenzieren, denn bekanntermaßen reagieren viele Menschen auch auf natürliche Pflanzenstoffe wie Ringelblume, Kamille, Arnika oder Schafgarbe allergisch und bekommen selbst von diesen Inhaltsstoffen aus der Natur Hautausschläge und Reizungen. Es kann demnach keine Pauschalaussagen in Sachen Verträglichkeit geben, aber auf jeden Fall gibt es große Unterschiede zwischen konventionellen und naturkosmetischen Cremes, Lotionen, Lippenstiften, Haarpflegemitteln und Make-ups.
Die Naturkosmetik mit Prüfsiegel verwendet nur unbedenkliche Inhaltsstoffe (INCI), die nicht im Verdacht stehen, Allergien oder Krebs auszulösen. Die grüne Kosmetik bzw. Biokosmetik verzichtet auf zusätzliche Farbstoffe, synthetische Duft- und Konservierungsstoffe. Was bei der Herstellung an Chemie weglassen wird, wird zum Teil durch besondere Pflanzen aus der weiten Welt ersetzt. Deshalb besitzen Naturkosmetikprodukte nicht selten eine große Bandbreite an exotischen Inhaltsstoffen wie Roucou-Öl, Tigergras (Tigergras Creme), Aloe Vera, Shea Butter oder pflegende Stoffe aus Avocadoöl. Besonders Frauen wollen heutzutage bei der Hautpflege etwas, das angenehm pflegt, daneben aber möglichst wenig Chemie enthält. Inzwischen hat sich die Produktvielfalt, die sich am Trend zu "Natur" und "Bio" orientiert, rasant entwickelt. Allerdings sind "Naturkosmetik", "Hypoallergen", "Dermatologisch getestet" keine rechtlich geschützten Begriffe.
Vielen "Biokosmetik-Neulingen" dürfte die Orientierung im Naturkosmetik-Dschungel deshalb etwas schwer fallen. Einige Hersteller, verzichten auf Mineralöle, Farb-, Duftstoffe und Formaldehyde, verwenden aber eine Mischung aus Naturstoffen und High-Tech-Substanzen (z.B. Dermalogica) und könnten rein theoretisch ihre Produkte durchaus Naturkosmetik nennen, obwohl sie nicht rein natürlich sind. Andere Hersteller (z.B. Heliotrop) richten sich bei der Herstellung nach den Richtlinien für Naturkosmetik der "neuform" (Reformhaus), wobei in Produkten mit diesem Siegel noch Lebensmittelfarben oder naturidentische Konservierungs- und Duftstoffe verwendet werden dürfen. Daneben gibt es noch das BDIH-Zertifikat, welches die Einhaltung der Richtlinien "kontrollierter Natur-Kosmetik" garantiert. Produkte mit diesem "Öko-Prüfsiegel" des Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel verzichten auf Silikone (Silikonöl), Paraffine (Paraffinöl) und andere Erdölderivate, auf synthetische Duft- und Farbstoffe und auf Tierversuche. Weder bei der Produktion, noch bei der Forschung, Entwicklung oder auch bei der Prüfung der Endprodukte sind demnach Tierversuche durchgeführt oder in Auftrag gegeben worden. Zudem sollten die Inhaltsstoffe "wenn möglich" aus kontrolliert biologischem Anbau stammen, was bedeutet, es gibt eine festgeschriebene Liste mit 15 Rohstoffen, die auf jeden Fall aus Bioerzeugung sein müssen. Der restliche Anteil kann deklariert werden. Darüber hinaus dürfen als Konservierungsstoffe einige naturidentische Substanzen benutzt werden. Das BDIH-Siegel ist streng genommen also kein reines Bio-Siegel. Aus diesem Grund haben sich wohl einige namhafte Bio- und Naturkosmetik-Pioniere (u.a. Lavera, Primavera, Santaverde, Weleda, Dr. Hauschka) zusammgeschlossen und das NaTrue-Label entwickelt, welches verbindlich regelt wieviel "Bio-Rohstoffe" in Naturkosmetikprodukten enthalten sein sollten. Je nach Zusammensetzung und Herkunft der Rohstoffe und Substanzen, wird das NaTrue-Siegel mit ein bis drei Sternen vergeben. Je höher die Qualität, d.h. je höher der Anteil an natürlichen Rohstoffen aus kontrolliert biologischem Anbau, desto mehr Sterne erhält das Produkt. Grob verglichen, liegt ein Produkt mit einem Stern des NaTrue-Siegels ungefähr im Bereich des BDIH-Siegels. Damit aber nicht genug der Vielfalt von Naturkosmetik-Siegeln, denn es gibt auch noch das "EcoCert"-Siegel, bei dem Kosmetikprodukte ebenfalls auf ökologische und biologische Qualität hin überprüft werden. Das EcoCert-Label für "Ökologische und biologische Kosmetik" wird z.B. vergeben, wenn mindestens 95 Prozent der gesamten Zutaten natürlichen Ursprungs sind und diese pflanzlichen Rohstoffe auch "bio" sind.
Der Verbraucher hat also die Qual der Wahl und muß seine eigenen Erfahrungen machen, welcher Naturkosmetik Zertifizierung bzw. welchem Siegel oder Naturkosmetik-Label er das größte Vertrauen entgegenbringt. Wer auf den parfümierten Duft der konventionellen Hersteller nicht verzichten kann, der sollte vielleicht nicht mit Biokosmetik-Produkten experimentierem und wer lange Haltbarkeit gewohnt ist, muß auch hierbei einige Abstriche machen. Die Naturkosmetik-Produzenten verwenden keine chemischen Konservierungsstoffe, so daß manche Cremes etwas anfälliger für Keime sind und deshalb nur mit sauberen Händen oder einem Spatel aufgetragen werden sollten.
Wer hingegen Probleme mit fettiger und unreiner Haut hat und sich daraufhin von Naturkosmetik eine Besserung erhofft, der sollte besonders darauf achten, daß seine Kosmetikprodukte als "nicht komedogen" gekennzeichnet sind. Komedogenfreie Kosmetik muß nicht unbedingt auch Naturkosmetik sein, denn hierbei ist viel wichtiger, daß solche Cremes und Pflegeprodukte keine Mitesser fördern. Bei großporiger bzw. unreiner Haut (Akne) sollte man auf Kosmetikprodukte achten, die keine Inhaltsstoffe (INCI) wie Paraffin, Vaseline, Lanolin, Silikon oder auch Wachse (Stearate), Kakaobutter oder Kokosöl enthalten, denn diese können die Poren verschießen und werden deshalb von einigen Dermatologen und Kosmetikerinnen als aknefördernde Substanzen betrachtet. Allgemeingültige Aussagen zu diesen Rohstoffen sollte man aber trotzdem nicht machen, denn auch hier gilt, daß nicht jeder komedogen-verdächtige Stoff bei jedem Menschen mit fettiger Haut auch direkt zu Mitessern und Hautunreinheiten führt. [Stand: 05/2009]
Hier finden Sie bald Linktipps, Erfahrungsberichte, Infos zu Inhaltsstoffen (z.B. Urea Pura) und weitere Hinweise aus dem Bereich Naturkosmetik.

 


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